Wie wird das Niedrigwassermonitoring durchgeführt?

Das derzeitige Niedrigwasserbeobachtungsnetz besteht aus 59 Abflussmessstellen.

Für das Niedrigwassermonitoring in den IKSMS dient der wöchentliche NM7Q als hydrologische Kenngröße, der als niedrigstes der an den 7 Tagen der zurückliegenden Woche errechneten arithmetischen Mittel definiert ist (s. Abb. 1). Außerdem können mit diesem Wert punktuelle Schwankungen an den Gewässern geglättet werden (Öffnung oder Schließung von Stauwehren, Einleitungen, …).

Abbildung 1: Hydrologischer Parameter des Niedrigwassermonitorings (wöchentlicher NM7Q)

Pro Kalenderwoche wird die Intensität der Situation anschließend auf Grundlage einer 6-stufigen Klassifizierung eingestuft. Wie in Abbildung 2 dargestellt, gründet die Klassifizierung auf den Wiederkehrintervallen 2, 5, 10, 20 und 50 Jahre der NM7Q-Zeitreihe. Diese entsprechen den theoretischen jährlichen Unterschreitungswahrscheinlichkeiten von 50 %, 20 %, 10 %, 5 % und 2 %.

Die Intensität des Niedrigwassers wird dadurch bestimmt, dass man den Wert des wöchentlichen NM7Q mit den Wiederkehrintervallen des jährlichen NM7Q vergleicht.

 

 

Abbildung 2: Definition der Abflussschwellenwerte (inkl. Wiederkehrintervall) und ihre Indizierung, um die Intensität des Niedrigwassers zu bewerten und zu kennzeichnen

Der dem Wiederkehrintervall von 50 Jahren entsprechende Schwellenwert wird nur berechnet, wenn die Zeitreihe, d.h. die gesamte Anzahl verfügbarer Messjahre, dazu ausreicht.

Die in Tabelle 1 aufgeführten Abflussschwellenwerte wurden in Abhängigkeit der Länge der Zeitreihe und der Verteilungsfunktion ermittelt.

 

Tabelle 1: Ermittelte Abflussschwellenwerte in Abhängigkeit der Länge der Zeitreihe und der Verteilungsfunktion