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Startseite  >  Aktionen  >  Hochwasserpartnerschaft  >  Veranstaltungen  >  Blieskastel
1. Partnertreffen der Hochwasserpartnerschaft "Untere Blies" am 17.05.2010 in Blieskastel
   
Die Bürgermeisterin der Stadt Blieskastel, Frau Annelie Faber-Wegener, konnte neben zahlreichen Amtskollegen  auch Vertreter der Feuerwehren und Rettungsdienste aus den Kommunen dies- und jenseits der Grenze beim ersten Partnertreffen der Hochwasserpartnerschaft „Untere Blies“ in Blieskastel begrüßen. Gemeinsam mit Herrn Roland Roth, Präsident der Communauté d`Agglomération Sarreguemines Confluences, moderierte Frau Faber-Wegener die Sitzung. Über 40 Teilnehmer zeigten großes Interesse an einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der kommunalen Gefahrenabwehr im Hochwasserfall. Diese Kooperation, die bereits bei der Gründungsveranstaltung der Hochwasserpartnerschaft im Dezember 2009 im Europäischen Kulturpark in Bliesbruck als wichtiges Thema der Hochwasserpartnerschaft beschlossen wurde, soll das Gefahrenbewusstsein stärken und die gemeinsame Hochwasservorsorge voranbringen. Zunächst wurden bei der Informationsveranstaltung von Vertretern der saarländischen und französischen Hochwasserzentren die jeweiligen Abläufe, Zuständigkeiten und öffentlichen Informationsmöglichkeiten beim Hochwassermeldewesen vorgestellt. Herr Bernd Kammer und Herr Laurent Philippoteaux stellten dabei insbesondere die bestehenden, grenzüberschreitend abgestimmten Informationswege heraus.  

Anschließend referierte Herr Herbert Kessler, Bürgermeister der Gemeinde Mandelbachtal über den Alarm- und Einsatzplan seiner Gemeinde. Dieser Vortrag zeigte eindrucksvoll, welche umfangreichen Vorbereitungen und durchdachten Abläufe notwendig sind, um im Hochwasserfall schnell, effizient und abgestimmt reagieren zu können. Mit diesem Vortrag konnten die Moderatoren einen leichten Einstieg in den moderierten Informationsaustausch hinsichtlich der kommunalen Alarm- und Einsatzpläne finden. Dabei stellte sich heraus, dass es unterschiedliche Abläufe, Strukturen und Zuständigkeiten bei der Gefahrenabwehr im Saarland und Lothringen gibt. Es erfolgte ein erster Wissens- und Erfahrungsaustausch, aus dem eine erste gemeinsame Aufgabenstellung für die Partnerkommunen abgeleitet werden konnte. Anhand einer Checkliste sollen zunächst die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse aus den bestehenden Plänen zur Gefahrenabwehr gesammelt und analysiert werden. Auf dieser Basis, die in einer Arbeitsgruppe aus lothringischen und saarländischen Vertretern der Verwaltung, Feuerwehren und Hilfsdienste erarbeitet wird, sollen anschließend Handlungsempfehlungen auf kommunaler Ebene abgeleitet werden, die in einer grenzüberschreitenden Hochwasserübung im Praxistest erprobt werden soll. Bis dahin ist es noch ein langer Weg. Doch die regelmäßig vom Hochwasser betroffenen Kommunen im Einzugsgebiet der unteren Blies sind sich ihrer Verantwortung bewusst und wollen zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger das Hochwasserbewusstsein stärken, die gemeinsame Verantwortung durch Information und Vorsorge voran bringen und sich somit der grenzüberschreitenden Gefahrenabwehr stellen. Dabei sind die Kommunen insbesondere auch auf die Unterstützung durch die zuständigen Verwaltungen (Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz) angewiesen. Im Saarland hat das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr diesbezüglich Kontakt mit dem Ministerium für Inneres und Europaangelegenheiten aufgenommen.