Seit mit der Gründung der Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar die grenzübergreifende Zusammenarbeit begann, war eine Arbeitsphilosophie geboten: Mit dem Ziel, die Gewässer im Einzugsgebiet von Mosel und Saar zu schützen und ihre Güte zu verbessern, haben die beiden Kommissionen sehr bald die Notwendigkeit erkannt, koordinierte Maßnahmen gegen die Verunreinigung zu ergreifen und Prioritäten zu definieren, die auf gemeinsamen Diagnosen beruhen. In dem Bewusstsein, dass eine regelmäßige Verfolgung der Wasserbeschaffenheit gleichzeitig auch die Fortschritte im Kampf gegen die Verunreinigung meßbar macht, haben diese Kommissionen ab 1964 ein internationales Messnetz sowie ein abgestimmtes chemisch-physikalisches Messprogramm an Mosel, Saar und ihren Nebenflüssen eingerichtet. Dank des wissenschaftlichen und technischen Austauschs wurde dieses Messprogramm im Laufe der Jahre weiterentwickelt und auf neue Parameter, neue Probenahme- und Meßmethoden ausgedehnt. Das internationale Messprogramm wird sowohl in der Wasserphase als auch an Schwebstoff durchgeführt. Einzelheiten (Parameter, Messfrequenz, ...) können im Sekretariat der IKSMS erfragt werden. Alle Messergebnisse werden ebenso wie die angewandten Analysemethoden jährlich in Zahlentafeln veröffentlicht. Diese Daten sind bis einschließlich 1993 auf Anfrage im Sekretariat der IKSMS erhältlich. Alle detaillierten Messergebnisse können direkt per Internet abgefragt werden.