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Home  >  Aktionen  >  Hochwasserpartnerschaft  >  Veranstaltungen  >  Obere Blies

Auftaktveranstaltung der Hochwasserpartnerschaft „Obere Blies“


25.Oktober 2011 im Schlosstheater Ottweiler


Nachdem im Dezember 2009 die grenzüberschreitende Hochwasserpartnerschaft „Untere Blies“ ins Leben gerufen wurde und die Hochwasserpartnerschaft „Schwarzbach-Hornbach“ bereits 2010 mit der Arbeit begonnen hatte, wurde am 25.10.2011 im Schlosstheater in Ottweiler die Hochwasserpartnerschaft „Obere Blies“ gegründet, zu der neben den Kommunen auch die Landkreise im Einzugsgebiet der Oberen Blies gehören.
Damit arbeiten alle saarländischen, rheinland-pfälzischen und viele französische Kommunen im Einzugsgebiet der Blies über Gemarkungs- und Ländergrenzen hinweg im Bereich der Hochwasservorsorge zusammen.


Hans-Heinrich Rödle, Bürgermeister der Stadt Ottweiler und Moderator der Hochwasserpartnerschaft, wies darauf hin, dass Hochwasser Naturereignisse sind, mit denen wir immer rechnen und mit denen wir leben müssen. Überflutungen im Tal der Blies haben bereits in der Vergangenheit hohe Schäden verursacht. Zum Beispiel hat auch das Hochwasser von 1993 sein Anwesen stark in Mitleidenschaft gezogen. Trotz technischer Schutzmaßnahmen können auch weiterhin beträchtliche Schäden durch Hochwasser entstehen. Denn die Wirkung des technischen Hochwasserschutzes hat Grenzen und obgleich vorhandener Hochwasserschutzanlagen, wie z. B. das Rückhaltebecken Ottweiler; dürfen verbleibende Risiken nicht ignoriert werden. Umfassende Hochwasservorsorge ist deshalb eine wichtige Aufgabe und um die möglichen Schäden künftiger Hochwasserereignisse zu minimieren, sind gemeinsame Anstrengungen erforderlich. „Alle Anlieger im Überschwemmungsgebiet der Blies sitzen im gleichen Boot. Solidarität und Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz sind daher gefordert“, so der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Klaus Borger, anlässlich der Unterzeichnung der Gründungurkunde. Er stellte neben den Vorsorgemaßnahmen im besiedelten Raum auch die Rückhaltemöglickheiten beispielsweise beim Forstwegenetz heraus. Mit der Überreichung der Gründungsurkunde durch Herrn Staatssekretär Borger und Herrn Christof Kinsinger, in Vertretung von Herrn Daniel Assfeld, Geschäftsführer der Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar, bekräftigen alle Akteure ihren festen Willen, zukünftig in der Hochwasservorsorge eng zusammenzuarbeiten und sich zu unterstützen.


Anschließend gab Herr Marco Hinsberger vom Internationalen Betreuungszentrum für Hochwasserpartnerschaften einen Einblick in die Arbeiten und Ergebnisse anderer Hochwasserpartnerschaften im Einzugsgebiet von Mosel und Saar. Diese können als Anregung für die zukünftige Gestaltung der Partnerschaft dienen. Herr Harry Scheer vom Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr stellte abschließend das saarländische Arbeitsprogramm für Hochwasserpartnerschaften vor. In diesem Arbeitplan werden alle wichtigen Themenschwerpunkte rund um die Hochwasservorsorge in Workshops behandelt. Alle Akteure beschlossen nach der Gründung schnell in die Arbeit einzusteigen und die Hochwasserpartnerschaft mit Leben zu füllen. Der erste Workshop wird sich mit den Hochwassergefahren- und Risikokarten sowie der Hochwasservorhersage beschäftigen und findet am 1. Februar 2012 statt.

Trier, 28. Oktober 2011