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Home  >  Aktionen  >  Hochwasserpartnerschaft  >  Veranstaltungen  >  Attert

Hochwasserpartnerschaft Attert gegründet

Hochwasser stellt eine ständige Bedrohung dar, wie auch die letzten Wochen wieder gezeigt haben. Im Einzugsgebiet der Attert waren einige Anlieger vom Hochwasser betroffen und Schäden wurden verursacht; aber es hätte auch noch schlimmer kommen können. Die Gefahren durch Hochwasser sind auch bei kleineren Gewässern beträchtlich, wie der jüngste tragische Todesfall in Luxemburg bestätigt hat.
Wir müssen uns auf den Ernstfall durch umfassende Hochwasservorsorge gut vorbereiten. Alle Anlieger an der Attert und ihren Nebenbächen sitzen im gleichen Boot. Solidarität und Zusammenarbeit beim Hochwasserschutz sind daher gefordert. Um dies in die Hand zu nehmen und konkrete Vorsorgemaßnahmen umzusetzen, schließen sich die Kommunen an der Attert, die bereits im Gewässervertrag Attert organisiert sind, zu einer grenzüberschreitenden „Hochwasserpartnerschaft“ zusammen.
Bei der Gründung der Hochwasserpartnerschaft Attert am 17. Januar 2011 in der Beckericher Mühle nehmen auch die Herren J-M. Halsdorf (Minister für Inneres und die Großregion) und Dr. A. Weidenhaupt (Direktor der Wasserwirtschaftsverwaltung und Präsident der Internationalen Kommissionen zum Schutze der Mosel und der Saar) teil. Sie überreichen Herrn C. Gira (Président de la Maison de l`Eau de l`Attert asbl) eine Gründungsurkunde, die die freiwillige Zusammenarbeit aller Attertkommunen im Bereich der Hochwasservorsorge zum Ausdruck bringt.
Alle Beteiligten wissen, dass die Wirkung des technischen Hochwasserschutzes Grenzen hat. „Trotz gut ausgebauter Hochwasserschutzmaßnahmen, wie sie auch in den letzten Jahren im Atterttal durchgeführt wurden, dürfen verbleibende Risiken nicht ignoriert werden. Um die möglichen Schäden zu minimieren, müssen die Länder und Kommunen bei der Hochwasservorsorge an einem Strang ziehen. Da wir Hochwasser nicht abschaffen können, müssen wir die Voraussetzungen schaffen, mit dem Hochwasser zu leben“, erläutert C. Gira.
Die Hochwasserpartnerschaft setzt sich zum Ziel, Planungen zum Hochwasserschutz abzustimmen, gemeinsame Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und eine Vernetzung von der Quelle der Attert bis zur Mündung herzustellen. Dabei wird sie von der Wasserwirtschaftsverwaltung der Region Wallonien und Luxemburgs tatkräftig unterstützt.
Die praktische Arbeit in der Hochwasserpartnerschaft hat dabei schon im Jahr 2010 begonnen, wie Frau P. Verscheure (Maison de l`Eau de l`Attert asbl) berichtet. In mehreren Informationsveranstaltungen und Workshops haben verschiedene Arbeitsgruppen ein Arbeitsprogramm entworfen. In den kommenden Jahren will man sich unter anderem der Plausibilisierung der Hochwassergefahrenkarten, der Verbesserung der Gefahrenabwehr, der Hochwasserrückhaltung in der Landschaft und der Sensibilisierung der Bevölkerung widmen.
Die Hochwasserpartner zeigen sich zuversichtlich, dass man mit der Hochwasserpartnerschaft an der Attert kommenden Hochwassergefahren noch besser entgegentreten kann.