Die wichtigsten überregionalen Probleme des Einzugsgebietes

Die internationale Zusammenarbeit zwischen allen Anrainerstaaten ist ein ausschlaggebender Faktor für eine nachhaltige Wasserwirtschaft an Mosel und Saar. Die gemeinsam im Rahmen der Bestandsaufnahme vorgenommene Analyse der für das Bearbeitungsgebiet Mosel-Saar relevanten Probleme hat die sechs folgenden wichtigen Problempunkte aufgezeigt:

  • Die klassischen Verunreinigungen, insbesondere die Nährstoffe (Stickstoff und Phosphor), sowie die diffusen Einträge wirken sich stark auf den Zustand des Oberflächenwassers aus. 
  • Die Durchgängigkeit von Mosel und Saar ist nicht gewährleistet, wodurch die Fischwanderung gestört ist.
  • Die Wassernutzungen an Mosel und Saar und die jeweilige Raumordnungspolitik stimmen nicht immer mit den Umweltzielen der WRRL überein, insbesondere in den Bereichen Schifffahrt, Energieerzeugung und Hochwasserschutz. 
  • Die diffusen Einträge verschlechtern das Grundwasser (Pflanzenschutzmittel, Nitrat, Altlasten, Metalle). 
  • Das wasserökologische Gleichgewicht wird durch den Bergbau (Kohle- und Eisenerzbecken) gestört.
  • Die Belastung durch gefährliche Stoffe ist in gewissen Teilen des Einzugsgebietes noch zu hoch.